Auswertungsworkshop COVID-19

Die Covid-19-Pandemie stellt alle Beteiligten vor neue und große Herausforderungen. Der Schwerpunkt der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr lag bisher meistens auf der Bewältigung von Großschadens- bzw. Katastrophenlagen. Kennzeichnend war dafür eine in der Regel hohe Dynamik im operativen Bereich.

In der Pandemie lag die Dynamik – den wechselnden Erkenntnissen und Erfordernissen geschuldet – eher auf Seiten der Verwaltung; und zwar auf allen Ebenen. Darüber hinaus waren verschiedene Bereiche der jeweiligen Verwaltung betroffen: Gesundheit, Schule, Soziales und öffentliche Ordnung, um nur Einige zu nennen.

Covid-19 ist somit ein Ebenen übergreifendes und mehrdimensionales Krisenszenario, auf das so wohl niemand vorbereitet war.     

Dies hat einen Landkreis im Land Brandenburg dazu bewogen, eine Zwischenbilanz des Krisenmanagements der vergangenen Monate zu ziehen. Im Auftrag des Kreises und gemeinsam mit den an der Krisenbewältigung beteiligten Personen von Kreis, kreisangehörigen Ämtern und Gemeinden sowie dem interministeriellen Koordinierungsstab des Landes Brandenburg hat das Insitut für Gefahrenabwehr die Frage erörtert, ob bzw. wie gut die hergebrachten Strategien der Krisenbewältigung für solche Pandemielagen geeignet sind oder ob die Prozesse und Strukturen möglicherweise angepasst werden müssen.   

Am Montag standen dabei die Stabsarbeit sowie eine Analyse der Prozesse und Strukturen im Vordergrund. Das Krisenmanagement im Gesundheitswesen des Kreises war am Dienstag Thema. Neben der Analyse der Probleme haben die vier Mitarbeiter des IFG zusammen mit den Teilnehmenden auch Möglichkeiten erarbeitet, um das notwendige mehrdimensionale Krisenmanagement zu optimieren.

Am Mittwoch wurden die Schnittstellen des Ebenen übergreifenden Krisenmanagements beleuchtet. Dazu waren neben dem Landrat und den Dezernent*innen auch die Bürgermeister*innen und Amtsdirektor*innen der kreisangehörigen Ämter und Gemeinden sowie der Staatssekretär des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz und Leiter des interministeriellen Koordinierungsstabes anwesend, um die Zusammenarbeit über die Verwaltungsebenen hinweg zu besprechen.

Die gewonnenen Erkenntnisse wurden am Donnerstag und Freitag an die Mitglieder des Katastrophenschutzstabes weitergegeben, die nicht aktiv in die Krisenbewältigung eingebunden waren.

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Veranstaltung hat das IFG eine auf wissenschaftlichen Standards beruhende Online-Umfrage entwickelt, die von zahlreichen Teilnehmer*innen ausgefüllt wurde. Die so erhobenen Daten wurden während der Veranstaltung vorgestellt und werden in die schriftliche Auswertung der Veranstaltung einfließen.

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